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Bauerngarten

Der Bauerngarten ist eine traditionelle Gartenform, die sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  1. Die überwiegende Anpflanzung von Gemüse und Kräutern,
  2. eine rechteckige Anlage mit einem Wegekreuz und
  3. eine Einfriedung, meist durch eine Zaun, manchmal jedoch auch durch eine Mauer oder eine Hecke.

Darüberhinaus findet man oft ein Rondell in der Mitte des Wegekreuzes, an dem sich häufig eine Wasserstelle befindet. Dort kann sich aber auch ein meist rundes Blumenbeet oder ein kleiner Baum befinden. Buchsbaumhecken zur Einfassung der Beete oder des gesamten Gartens sind ebenfalls typisch. Meistens werden in geringerem Maße auch Blumen, häufig Stauden, angepflanzt. Vor allen Beerenobst, manchmal auch Baumobst an der Nordseite, gehört in vielen Fällen auch dazu. Bauerngärten sind fast immer geometrisch angelegt und weisen eine klare Struktur auf.

Bauerngärten waren traditionell ganz überwiegend Nutzgärten. Mit dem steigenden Wohlstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden traditionelle Bauerngärten oft durch andere Gartenformen ersetzt, die arbeitsintensive Pflege aufgegeben und neue Bauerngärten kaum noch angelegt. Nicht selten wurden in die noch vorhandenen Bauerngärten Pflanzen gesetzt, die dem Gartencharakter völlig zuwiderlaufen und den ästhetischen Wert weitgehend zerstören, etwa eine Blaufichte.

Heute gibt es wieder eine Tendenz Bauerngärten in traditioneller Weise anzulegen oder noch vorhandene von all zu störenden Elementen zu befreien.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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