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Entwicklung und wichtige Werke
1909 mit Tänzern der St. Petersburger und Moskauer Ballette gegründet, erlangten die Ballets Russes mit den vom Naturalismus inspirierten Choreographien Michel Fokines schnell Weltruhm. Stücke wie L'Ouiseau de Feu und Petrouchka mit der Musik Igor Strawinskys gehörten in der Folgezeit zum Repertoire mehrerer Tourneen. Mechanistischen Tendenzen wurde hier ein am Ausdruck von Emotion orientierter Stil entgegengesetzt.
Wazlaw Nischinskijs Choreographie zu Le Sacre du Printemps von 1913 dagegen löste beim an die klassischen Bewegungen des dans d'ecole oder das ballet d'action des 18. Jahrhunderts gewöhnten Publikum einen Skandal aus und gilt mit seinen geometrisch-abstrakten Tanzfiguren gemeinhin als Beginn der Ballettmoderne.
1914 wandte sich Djagilew ab von der St. Petersburger Schule und begann, die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern zu fördern - es entstanden Ballette mit Betonung des Bühnenbilds. Leonid Massines Arbeiten wie z.B. Parade sind hiervon deutlich geprägt. Jean Cocteau, Eric Satie und Pablo Picasso schufen hierfür Libretto, Musik und Bühnenbild. Mit Bronislawa Nijinska und George Balanchine als Choreographen machten sich spätestens ab 1922 neoklassische Strömungen im Ensemble bemerkbar. Balanchine war um größtmögliche Einheit von Musik und Tanz bemüht, verzichtete auf dramatische Handlung. Sein Apollon Musagète von 1928 gilt als stilbildend.
Nach Djagilews Tod im Jahr 1929 wurde die Kompanie aufgelöst. Unmittelbaren Einfluss übten die Ballets Russes auf das American Ballet Theater und die Kompanie des New York City Ballet aus, Balanchine führte hier seine Arbeit fort.
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