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Andorra Infos

Flagge von Andorra
Wahlspruch: "Virtus Unita Fortior"
"Vereinigte Tapferkeit ist stärker"
Amtssprache Katalanisch
Hauptstadt Andorra la Vella
Staatsform Parlamentarische Demokratie
Gründung 8. September 1278
Fläche 468 km²
Einwohnerzahl 67.627 Einwohner (Stand 2001)
Bevölkerungsdichte 145 Einwohner pro km²
Währung Euro
Zeitzone UTC + 1
Nationalhymne El Gran Carlemany
Kfz-Kennzeichen AND
Internet-TLD .ad
Vorwahl +376

Das Fürstentum Andorra (Principat d'Andorra) ist ein Kleinstaat in Europa, in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich gelegen.
Er wurde am 8. September 1278 gegründet und ist der größte unter den fünf europäischen Zwergstaaten.

Politik und Geschichte

Andorra ist seit der Zeit Karls des Großen unabhängig. 1278 wurde der Status eines Fürstentums ohne Fürsten unter der geteilten Oberhoheit (so genanntes Kondominium) des Bischof von Urgell (Spanien) und der Grafen von Foix (heute in Rechtsnachfolge des Präsidenten Frankreichs) geschaffen.

Die Rechte der beiden Co-Fürsten wurden im frühen 20. Jahrhundert von zwei nicht in Andorra residierenden Delegierten ausgeübt. Diese entsandten einen Vogt nach Andorra der die Aufsicht über die Gesetzgebung und Verwaltung hatte und jährlich einen symbolischen Tribut für die Co-Fürsten einnahm.

Bis zum Jahr 1993 gab es in Andorra keine klare Trennung der legislativen, exekutiven und judikativen Gewalt. Erst die Verfassung von 1993 etablierte Andorra als einen souveränen Staat mit einen parlamentarisch-demokratischen System. Die beiden Co-Fürsten blieben Staatsoberhaupt (jeweils repräsentiert durch einen in Andorra residierenden Vertreter). Die exekutive Gewalt wurde jedoch einem dem Parlament verantwortlichen Ministerpräsidenten übertragen.

Nur ein Bruchteil der Bevölkerung ist wahlberechtigt:
Die Staatsbürgerschaft kann erst nach 25 Jahren Aufenthalt erworben werden (Ausnahme sind die beiden Staatsoberhäupter).

Verwaltungsgliederung

Andorra besteht aus sieben parròqies (Sg. parròqia, wörtlich Pfarreien, tatsächlich Gemeinden):

Klima

Aufgrund seiner Lage in einem Hochtal - mehr als ein Drittel Andorras liegt oberhalb der Waldgrenze - herrscht ein relativ kühles Gebirgsklima vor.
Im Januar liegen die Temperaturen im Mittel bei -7 °C, im Sommer klettert das Thermometer auf 26 °C.

Naturresourcen

Das kleine Fürstentum verfügt über so gut wie keine Naturresourcen, allenfalls Wasser wäre zu nennen. Früher war Andorra trotz seiner Gebirgslage ein Agrarland, im Laufe der Jahre beschränkte sich die Landwirtschaft jedoch weitgehend auf die Viehhaltung.

Das Land lebt heute vor allem vom Tourismus (Wintersport),
rund 300 Hotels sowie Sportzentren und Ferienzentren stehen zur Verfügung.