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Die Stadt wurde in dreijähriger Bauzeit als Achet-Aton ("Horizont des Aton") gegründet und um 1365 v. Chr bezogen. Es gab drei Paläste, mehrere Tempel, prächtige Wohnhäuser sowie eine große Siedlung für Handwerker und Künstler (u.a. Bildhauer). Von hier aus wurde das ganze Land regiert. So ist es nicht verwunderlich, dass man ein nahezu unversehrtes diplomatisches Archiv in Form von Keilschrifttafeln auffand, die so genannten Amarnatafeln.
Die Künstler von Amarna führten Malerei, Bildhauerei und Reliefkunst zu einer beispiellosen Blüte, mit äußerst lebendigen, teilweise auch karikierenden, Szenen aus dem täglichen Leben und einer menschlichen Darstellung auch des Königspaares Echnaton und Nofretete. Die Kunst dieser Zeit wird deshalb auch als Amarnakunst bezeichnet.
Die Stadt bestand nur kurze Zeit, denn nach dem Ende des Echnaton wurde sie wieder verlassen und man kehrte nach Theben zurück. Leider ist von Achet-Aton heute nicht mehr viel zu sehen, was sich in zwei Ursachen begründet. Zum einen war sie das ehrgeizigste Bauprojekt Echnatons und wurde in sehr kurzer Zeit erbaut. Man verwendete überwiegend Lehmziegel als Baumaterial. Diese haben die sehr extremen (heissen) Witterungsverhältnisse über die Jahrtausende nicht überstehen können. Andererseits liessen die Nachfolger von Echnaton sehr viel von seinen Werken zerstören, um die Erinnerung an den vom ägyptischen Volk wenig akzeptierten Aton-Kult auszulöschen. Fragmente aus Achet-Aton wurden fernab von Amarna gefunden, wo sie als Füllmaterial für andere Bauwerke dienten.
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