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Die Þingvellir liegen nur 52 km nordöstlich von Reykjavik, das im Jahre 930 nur aus einem Bauernhof bestand, in der Nähe des größten Binnensees des Landes, des Þingvallavatn.
Der Thingplatz am Fuße der Spalte Almannagjá ist von gewaltigen Lavaflächen umgeben, die nur mit niedrigem Gehölz und Blumen bedeckt sind. Nördlich des Sees liegt der 1060 m hohe Schildvulkan Skjaldbreiður, der vor 8000 Jahren die Lavamengen verströmte.
Nach dem Íslendigabók, einer Quelle über die Landnahme- und die Sagazeit, wurde Grímur Geitskór von den ersten Siedlern beauftragt, einen Platz für die Volksversammlung ausfindig zu machen. Er entschied sich nach langer Suche für die Ebene nordwestlich des Þingvallavatn. Als Gründe für seine Wahl werden immer wieder angegeben, dass der Platz von allen Siedlungen des Südwestens gleich gut erreichbar war, dass es genügend Weideland für die Pferde und einen Fluss, die Öxará, gab. Dieser wurde später umgeleitet und versorgte die Anwesenden während der Versammlung mit Frischwasser. Weiterhin bot er die Möglichkeit Forellen zu fangen. Angeblich gehörte die Gegend einem Bauern von Bláskógar, der aber des Mordes angeklagt und in die Verbannung geschickt wurde, worauf sein gesamtes Land der Allgemeinheit zufiel. Ein weiterer wichtiger Grund war und ist die hervorragende Akustik des Ortes. Vom Gesetzesberg (Lögberg) aus kann man auch das normal gesprochene Wort weithin hören.
Man muss sich das Althing vermutlich auch als eine Art Volksfest und Familientreffen vorstellen, zu dem die Sippen nicht per Zufall die jungen heiratsfähigen Leute mitnahmen. Die Zelte und Buden standen auch in der Schlucht Almannagjá. Ein Standplatz ist noch genauer bekannt und gekennzeichnet.
www.althingi.is/
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