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Alexithymie

Alexithymie bedeutet nach seinen Schöpfern - J.C. Nemiah und P.E. Sifneos (1973) - die Unfähigkeit, Gefühle hinreichend wahrzunehmen und beschreiben zu können. Alexithymie ist ein Kunstwort, das aus dem Griechischen kommt. "A" bedeutet die Verneinung, "lex" das Lesen (hier im Sinne von wahrnehmen) und Thymos das Gefühl, die Stimmung. Wörtlich also: das Nicht-Lesen-Können von Gefühlen.

Nach neurophysiologischen Untersuchungen sind die Gehirne alexithymer Patienten durchaus in der Lage, emotionale Eindrücke zu registrieren, sie blocken jedoch die emotionale Verarbeitung ab; es handelt sich also um eine Bewältigungsstrategie des Gehirns, die allerdings ein neues Problem schafft.

Inhalt
1 Klinische Problematik
2 Disunktion oder Psychomode?
3 Geschichte
4

Klinische Problematik

Die klinische Problematik, also der Gesichtspunkt, ob hier eine Störung mit Krankheitswert vorliegt, die grundsätzlich behandlungsbedürftig ist, ist nicht einfach, weil folgende Fälle unterschieden werden müssen: Als spezifische Variante der Alexithymie kann man die Anhedonie ansehen, bei der "nur" die positiven Gefühle und Stimmungen nicht mehr gefühlt werden.

Disunktion oder Psychomode?

Seit dem Spiegelartikel 49/2003 droht hier eine neue Psychomode zu entstehen. Insbesondere von ihren Männern enttäuschte Frauen dürften nach der Welle "Wenn Frauen zu sehr lieben" nunmehr ihre Partner reihenweise als "alexithym" "entdecken" und hierfür nach geeigneten TherapeutInnen suchen.

Geschichte

Neu ist nur das Wort, der Problemsachverhalt selbst ist der Psychopathologie schon immer bekannt.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.